Zusatzleistungen
In unserem MVZ verbinden wir verschiedene chirurgische und orthopädische Fachbereiche, um Ihnen eine umfassende ambulante Versorgung aus einer Hand zu bieten.
Ergänzend dazu erweitern wir unser Angebot regelmäßig um zusätzliche Leistungen, die Ihre Behandlung sinnvoll unterstützen können.
Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie individuell und transparent!
Regenerative Medizin
Der Körper verfügt über bemerkenswerte Selbstheilungskräfte. Die regenerative Medizin setzt genau hier an. Sie unterstützt und aktiviert körpereigene Regenerationsprozesse, um Verletzungen, Verschleiß und Schmerzen am Bewegungsapparat gezielt zu behandeln.
Die Eigenbluttherapie mit plättchenreichem Plasma (PRP) ist ein biologisches, gängiges Behandlungsverfahren in der Orthopädie und Sportmedizin. Dabei wird dem Patienten Blut entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet, sodass ein Plasma mit hoher Konzentration an Blutplättchen (Thrombozyten) entsteht. Diese enthalten zahlreiche Wachstumsfaktoren, die Heilungs- und Regenerationsprozesse im Gewebe unterstützen können. PRP wird unter anderem bei Sehnenreizungen (z. B. Tennisellenbogen und Achillodynie), Muskelverletzungen, Bandverletzungen oder bei Gelenkverschleiß (Arthrose) eingesetzt.
Eine Weiterentwicklung ist die Kombination aus PRP und Hyaluronsäure. Während PRP vor allem regenerative Prozesse anregt, wirkt Hyaluronsäure als natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit schmierend und stoßdämpfend. Die Kombination kann somit sowohl entzündungshemmende und regenerative Effekte als auch eine verbesserte Gleitfähigkeit im Gelenk fördern – insbesondere bei Arthrose.
Ziele der Behandlung:
- Förderung der körpereigenen Heilung
- Schmerzlinderung
- Verbesserung von Gelenkfunktion und Beweglichkeit
- Verzögerung degenerativer Prozesse
- Unterstützung der Regeneration nach Sportverletzungen
Vorteile:
- Verwendung körpereigener Substanzen (geringes Allergierisiko)
- Minimalinvasives Verfahren
- Gute Verträglichkeit
- Kombinierbar mit anderen Therapiekonzepten
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen:
- Vorübergehende Schmerzen oder Schwellungen an der Injektionsstelle
- Reizreaktionen im behandelten Gewebe
- Sehr selten Infektionen oder Blutergüsse
- Individuell unterschiedliche Wirksamkeit
- Die Eigenbluttherapie mit PRP – allein oder in Kombination mit Hyaluronsäure – stellt eine moderne, biologisch orientierte Behandlungsoption dar.
Fragen Rund um die Eigenbluttherapie
Wie ist der Ablauf einer PRP-Injektion?
Sie ist ein einfacher, dreistufiger Prozess. Die Behandlung findet im Rahmen eines Arztbesuchs statt. Das Plasma wird aus Ihrem eigenen Blut gewonnen. Es werden möglicherweise ein oder mehrere Ampullen benötigt. Ihr Blut setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Darunter fallen die Blutplättchen. Sie enthalten spezielle Proteine, sogenannte Wachstums-faktoren, die heilende Eigenschaften besitzen. Das Plasma ist ein weiterer flüssiger Bestandteil Ihres Blutes.
PRP wird von medizinischem Fachpersonal hergestellt, indem eine Blutprobe in einem Gerät aufbereitet wird. Dabei werden die Blutplättchen abgetrennt und im Plasma konzentriert. Eine PRP-Injektion enthält fünf- bis zehnmal so viele Blutplättchen wie eine normale Blutprobe.
Dieses Plättchen-reiche Plasma wird daraufhin in erkranktes oder verletztes Gewebe injiziert. Die Wachstumsfaktoren in den Blutplättchen können Ihre Symptome lindern und die Wundheilung beschleunigen. PRP-Injektionen können ebenfalls Schmerzen bei Arthrose lindern.
Muss ich mich auf die PRP-Behandlung vorbereiten?
Wir werden Sie möglicherweise bitten, vor der PRP-Injektion bestimmte Medikamente, wie z. B. Blutverdünner oder NSAR, abzusetzen. Wir überprüfen außerdem Ihre Krankengeschichte, um sicherzustellen, dass die Behandlung für Sie geeignet ist. Bei bestimmten Bluterkrankungen sind Sie möglicherweise nicht für PRP-Injektionen geeignet.
Bei Bedarf kann Ultraschall verwendet werden, um die richtige Stelle zu finden. Gegebenenfalls wird vor oder gleichzeitig mit der PRP-Injektion eine Betäubung verabreicht.
Wie lange dauert eine PRP-Injektion?
Wenn Sie eine therapeutische PRP-Injektion zur Behandlung eines Gelenks oder einer Verletzung erhalten, dauert der gesamte Vorgang etwa 20-30 Minuten, zusätzliche Schritte können die Dauer verlängern.
Welche Vorteile bietet die Injektion von Plättchen reichem Plasma?
Studien deuten darauf hin, dass PRP-Injektionen die Heilung von Gewebe fördern kann, das langsam oder resistent gegen Heilung ist. Dies kann beispielsweise durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
- Auslösen einer kurzfristigen Entzündung im Gewebe, wodurch der Heilungsprozess beschleunigt wird
- Anregung der Kollagenproduktion, einem wichtigen Protein für den Gewebeaufbau
- Förderung der Zellteilung und Zellerneuerung, die sich mit zunehmendem Alter und bei Erkrankungen verlangsamen
- Langfristige Reduzierung von Entzündungen, was zur Linderung chronischer Schmerzen beiträgt
Welche Risiken birgt eine PRP-Injektion?
PRP-Injektionen sind mit sehr geringen Risiken verbunden. Es besteht ein geringes Risiko einer Kontamination, falls die Sterilität Ihres Blutes während der Aufbereitung des Plättchen-reichen Plasmas in einer medizinischen Einrichtung nicht gewährleistet ist. Medizinische Einrichtungen verfügen jedoch über entsprechende Protokolle, um dies zu verhindern. Es ist außerdem möglich, dass die Injektion mehr Beschwerden verursacht als erwartet. Plättchen -reiches Plasma ist aufgrund des aufwendigen Herstellungsverfahrens teuer. Wie andere Biologika kann PRP nicht in großen Mengen hergestellt werden, da es aus Ihrem eigenen Körper gewonnen wird.
Was kann ich nach meiner PRP-Injektion erwarten?
Eine PRP-Behandlung verursacht in der Regel anfänglich Schwellungen und Schmerzen. Dies liegt daran, dass sie einen Heilungsprozess anregt, ähnlich dem nach einer Verletzung. Schwellungen und Schmerzen sind Anzeichen einer Entzündung, die den Beginn des Heilungsprozesses darstellt. Diese Symptome können ein bis zwei Tage nach der Behandlung anhalten.
Wie lange dauert es, bis eine PRP-Behandlung wirkt?
Es kann einige Wochen dauern, bis erste Ergebnisse der Behandlung, . Die vollständige Heilung von verletztem oder erkranktem Gewebe Kann mehrere Monate dauern. Manche Menschen benötigen mehr als eine PRP-Behandlung, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Wie lange hält die Wirkung einer PRP-Behandlung an?
Die Wirkung einer PRP-Injektion kann je nach individuellem Zustand sechs Monate bis zu einem Jahr oder länger anhalten. Während dieser Zeit sollten sich Ihre Symptome über mehrere Monate hinweg weiter verbessern. Neben der vorübergehenden Linderung von Beschwerden bietet die PRP-Behandlung auch eine wirksame Behandlung zur Verbesserung des Hautbildes.
Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) handelt, die die Kostenträger regelhaft nicht übernehmen. Sie müssen diese Kosten also selbst tragen.
Mit zunehmendem Alter schwinden nicht nur die Muskeln. Auch im Skelett kommt es zu einem zunehmenden Abbau der Knochensubstanz. Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochendichte und -qualität abnehmen. Dadurch werden die Knochen porös und bruchanfälliger. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen, vor allem trifft es durch die hormonelle Umstellung Frauen in der Menopause. Typische Folgen sind Knochenbrüche im Bereich der Wirbelkörper, des Oberschenkelhalses, des Beckens oder des Sprunggelenkes – oft schon bei geringer Belastung oder leichten Stürzen. Da die Erkrankung lange Zeit keine Beschwerden verursacht, bleibt sie häufig unbemerkt, bis es zu einem Knochenbruch kommt.
Eine bewährte Methode zur Früherkennung und zur Verlaufskontrolle ist die DXA-Messung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie). Diese Untersuchung misst präzise die Knochendichte, standardisiert an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals.
Vorteile der DXA-Messung:
- Sehr genaue und zuverlässige Bestimmung der Knochendichte
- Schnelle und schmerzfreie Untersuchung
- Sehr geringe Strahlenbelastung
- Geeignet zur Früherkennung von Osteoporose
- Ermöglicht die Kontrolle des Therapieerfolgs
Durch eine frühzeitige Diagnose mittels DXA können gezielte Maßnahmen wie medikamentöse Therapie, angepasste Ernährung (z. B. ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr) sowie Bewegungstraining eingeleitet werden. So lässt sich das Risiko für Knochenbrüche deutlich reduzieren und Lebensqualität und Mobilität langfristig erhalten.
Ergänzende Leistungen
Ergänzend zu unseren regenerativen Verfahren bieten wir bewährte konservative Behandlungen an, die gezielt Schmerzen lindern, die Gelenkfunktion verbessern und Ihre Lebensqualität langfristig erhalten.
Die Hyaluronsäureinjektion (Viscosupplementation) ist ein etabliertes, konservatives Verfahren zur Behandlung von Gelenkverschleiß (Arthrose), insbesondere am Knie, aber auch an Hüfte oder Schulter. Sie zielt darauf ab, die Gelenkmechanik zu verbessern, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
- Leichte bis mittelschwere Arthrose (insbesondere Gonarthrose/Knie).
- Wenn Schmerzmittel nicht ausreichen oder nicht vertragen werden.
- Zur Hinauszögerung eines operativen Gelenkersatzes.
- Bei Bewegungseinschränkungen durch Knorpelabbau.
Wirkungsweise
- Stoßdämpfung & Pufferwirkung: Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Die Injektion idealisiert die verschlechterten Knorpelverhältnisse, reduziert die Reibung und wirkt als Puffer.
- Schmerzlinderung: Durch die verbesserte Gleitfähigkeit der Knorpelflächen nimmt der Schmerz ab.
- Entzündungshemmung: Sie wirkt entzündungslindernd auf die Gelenkschleimhaut und Knorpelzellen.
- Ernährung: Sie fördert die Ernährung des verbliebenen Knorpels.
Vorteile
- Schonendes Verfahren: Lokale Anwendung direkt im Gelenk, risikoarm.
- Langanhaltende Wirkung: Eine Serie von Injektionen (oft 3-5 Sitzungen) kann Schmerzen für mehrere Monate, teils bis zu einem Jahr, lindern.
- Gute Verträglichkeit: Da es sich um eine körpereigene Substanz handelt.
- Verbesserte Beweglichkeit: Patienten berichten häufig von einer gesteigerten Mobilität im Alltag
Die Stoßwellentherapie ist ein etabliertes, nicht-operatives Behandlungsverfahren in der Orthopädie und Unfallchirurgie.
Dabei werden hochenergetische Schallwellen mithilfe von Ultraschallgel durch die Haut bis ins erkrankte Gewebe geleitet. Je nach Lage der Beschwerden kommen zwei verschiedene Methoden zum Einsatz:
Radiale Stoßwellentherapie – für oberflächennahe Strukturen. Druckluft beschleunigt ein Projektil, das seine kinetische Energie als Stoßwelle durch die Haut auf das Zielgewebe überträgt.
Fokussierte Stoßwellentherapie – für tiefer liegende Strukturen. Piezoelektrische Kristalle erzeugen gebündelte Druckwellen, die präzise auf das erkrankte Zielgewebe gerichtet werden.
Beide Methoden fördern die Durchblutung, lösen Verkalkungen auf, regen die Geweberegeneration an und blockieren chronische Schmerzrezeptoren. In der Regel sind 3–5 Behandlungen im wöchentlichen Abstand erforderlich. Stoßwellen werden unter anderem bei Fersensporn, Achillessehnenprobleme, Kalkschulter, Tennis- und Golferellenbogen, schmerzhaften Muskelverspannungen (Triggerpunkte) sowie verzögerter Knochenheilung (Pseudarthrose) eingesetzt.
Ziele der Behandlung:
- Schmerzlinderung ohne Operation
- Auflösung von Verkalkungen
- Förderung der Geweberegeneration
- Verbesserung der Durchblutung
- Behandlung chronischer Sehnen- und Knochenproblem
Vorteile:
- Nicht-operatives Verfahren
- Keine Narkose erforderlich
- Kurze Behandlungsdauer
- Kombinierbar mit anderen Therapiekonzepten
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen:
- Vorübergehende Schmerzen oder Rötungen während oder nach der Behandlung
- Leichte Schwellungen an der behandelten Stelle
- Sehr selten Blutergüsse
- Individuell unterschiedliche Wirksamkeit
Kostenübernahme
- Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten bei Entzündung der Plantarfaszie – vorausgesetzt, eine konventionelle Therapie war über mindestens 6 Monate erfolglos. Bei allen anderen Diagnosen werden die Kosten nicht übernommen.
- Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in vielen Fällen.
Bitte sprechen Sie uns hierzu an.
Die Stoßwellentherapie stellt eine moderne, schonende Behandlungsoption dar, besonders für Patientinnen und Patienten, bei denen konservative Therapien bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben.