Wirbelsäulenzentrum

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie hat sich zu einem überregionalen Zentrum entwickelt, in dem sämtliche Erkrankungen und Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates behandelt werden. Möglich ist dieses große Spektrum durch drei chefarztgeführte Schwerpunkte. Chefarzt Privatdozent Dr. Cornelius Jacobs leitet das Wirbelsäulenzentrum, Chefarzt Privatdozent Dr. Ralf Decking leitet den Schwerpunkt Orthopädie und Endoprothetik und Chefarzt Dr. Peter Stolze die Unfallchirurgie und Handchirurgie.

In Leverkusen finden Patienten mit Erkrankungen, Verletzungen, Tumoren und Deformitäten (z.B. Skoliose) der Wirbelsäule im St. Remigius Krankenhaus Opladen gleichermaßen erfahrene und spezialisierte Experten für den Rücken.

Das Team des Wirbelsäulenzentrums bietet das komplette Spektrum konservativer und operativer Therapien an und ist auf minimal-invasive Eingriffe spezialisiert. Sämtliche Operationen werden den aktuellsten Standards entsprechend und mittels modernster Technik möglichst gewebeschonend durchgeführt. Dabei gilt immer: Nur wenn Medikamente, Physio- und Schmerztherapie nicht mehr ausreichend helfen oder bei bestimmten Diagnosen ein Eingriff grundsätzlich unumgänglich ist, wird operiert.

Natürlich endet die Behandlung im Wirbelsäulenzentrum nicht nach erfolgreicher Operation. Die Klinik verfügt über eine von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassene Therapieeinrichtung  - die Remigius Reha - unter fachärztlicher Leitung.

Schwerpunkte des Wirbelsäulenzentrums

Wirbelsäuleninfiltrationen

Bei Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule ist nicht immer sofort ersichtlich, welche anatomische Struktur die Beschwerden verursacht. Bei der Wirbelsäuleninfiltration wird unter Röntgenkontrolle ein Lokalanästhetikum mit einer Nadel in die Struktur eingebracht, die vermutlich die Schmerzen auslöst. Ist der Patient nach der Infiltration für eine gewisse Zeit beschwerdefrei, weiß der Arzt, dass die schmerzauslösende Struktur gefunden ist.

Darüber hinaus kann eine Infiltration auch als Therapie eingesetzt werden. Durch das Einspritzen eines Lokalanästhetikums und eines entzündungshemmenden Medikaments kann beispielsweise eine schmerzhafte Entzündung behandelt werden.

Endoskopische Facettendenervation

Facettengelenke verbinden die einzelnen Wirbelkörper miteinander. Wie jedes andere Gelenk können auch die Facettengelenke durch Verschleiß oder Überlastung starke Schmerzen verursachen. Zwar lassen sich die Gelenke nicht unmittelbar behandeln, aber es ist möglich, in minimal invasiver Technik über kleine Hautschnitte die Schmerzweiterleitung zu unterdrücken. Hierfür werden die schmerzleitenden Nervenfasern unter Sicht mit dem Endoskop verödet.

Spinalkanalstenose

Bei einer Spinalkanalstenose ist der Rückenmarkskanal verengt. Symptome können

  • Schmerzen
  • verminderte Beweglichkeit
  • Muskelverspannungen sein.

Bei fortgeschrittener Stenose kann es beispielsweise auch zu Gefühlsstörungen und Missempfindungen in den Beinen kommen. Helfen konservative Maßnahmen wie Physio-, Wärme- oder Schmerztherapie nicht, kann eine Operation erforderlich werden, um die Region zu entlasten, in der das Rückenmark gequetscht wird.

Stabilisierungsoperationen

Bedingt durch Alter, Krankheit oder einen Unfall können Schäden an der Wirbelsäule entstehen, die die Lebensqualität der Betroffenen dramatisch verschlechtern. Permanente Rückenschmerzen, Lähmungserscheinungen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit sind die Folgen.

Wenn alle konservativen und operativen Verfahren ausgeschöpft sind, kann eine Wirbelsäulenversteifung, die Spondylodese, erforderlich sein. Dazu werden durch einen kleinen Hautschnitt Schrauben und Verbindungsstangen eingeführt, die den betreffenden Wirbelsäulenabschnitt ruhigstellen. Bei Wirbelsäulenstabilisierungen ist das Ziel in der Regel nicht die völlige Beschwerdefreiheit. Eine deutliche Schmerzlinderung kann jedoch in den meisten Fällen erreicht werden. Daher werden Versteifungen der Wirbelsäule im Wirbelsäulenzentrum am St. Remigius Krankenhaus nur nach eingehender Beratung und Abwägen alternativer Therapien durchgeführt.  Erst wenn keine andere Methode Erfolg verspricht, wird ein solcher Eingriff in Erwägung gezogen.

Bandscheibenoperationen und künstlicher Bandscheibenersatz

Bringt eine konservative, also eine nicht-operative Behandlung bei einem diagnostizierten Bandscheibenvorfall keine Linderung oder treten Taubheitsgefühle oder sogar Lähmungen auf, ist eine Bandscheibenoperation meist unumgänglich.

Im Wirbelsäulenzentrum am St. Remigius Krankenhaus kommen in diesen Fällen mikrochirurgische Verfahren zum Einsatz: Über einen etwa zwei Zentimeter breiten Hautschnitt wird ein Arbeitskanal an den betroffenen Wirbel gelegt, Nerv und Bandscheibe mit Hilfe des Operationsmikroskops genau betrachtet und der Bandscheibenvorfall nervenschonend entfernt. Meist kann der Patient schon am Operationstag aufstehen und nach einer kurzen Schonzeit mit gezielten physiotherapeutischen Maßnahmen begonnen werden.

Während früher bei Bandscheibenverschleiß eine Versteifungsoperation die Therapie der Wahl war, werden inzwischen immer häufiger künstliche Bandscheiben eingesetzt. Diese sollen die natürliche Funktion der Bandscheibe übernehmen und die Beweglichkeit verbessern.

Zementauffüllung bei Wirbelkörperbrüchen: Vertebroplastie und Kyphoplastie

Wirbelbrüche können durch Stürze, Unfälle oder auch ohne äußere Einflüsse bei schwerer Osteoporose entstehen. Wesentlich ist die Einteilung in stabile und instabile Wirbelkörperbrüche.

Der stabile Wirbelkörperbruch stellt keine Gefahr für das Rückenmark dar und muss manchmal nicht einmal chirurgisch behandelt werden. Ist allerdings eine Verstärkung des betroffenen Wirbels notwendig, kann mithilfe verschiedener Verfahren (Vertebroplastie und Kyphoplastie) der geschädigte Knochen mit einem speziellen Knochenzement stabilisiert werden.

Vorteil dieses Verfahrens ist, dass eine schnelle Schmerzlinderung erreicht wird und der Patient schon kurz nach dem Eingriff wieder mobilisiert werden kann und belastbar ist. Im Wirbelsäulenzentrum am St. Remigius Krankenhaus wird dieser Eingriff in Vollnarkose durchgeführt. Über zwei kleine Schnitte werden Nadeln in den Wirbelkörper eingeführt und dieser dann mit Knochenzement stabilisiert. Die Operation dauert nur wenige Minuten und ermöglicht eine unmittelbare Schmerzreduktion oder Schmerzfreiheit.

Rekonstruktion bei Wirbelsäuleninstabilitäten und Verkrümmungen

Bei instabilen Wirbelbrüchen oder Fehlstellungen (z.B. Skoliose) kann eine stabilisierende und korrigierende Operation notwendig werden, wenn z.B. durch das Abgleiten einzelner Wirbelelemente Nervenstränge eingeklemmt werden und Schmerzen verursachen.

Grundprinzip der Stabilisierung ist immer die Wiederherstellung einer annähernd normalen Anatomie der Wirbelsäule. Die instabilen Elemente müssen dann solange in der anatomisch richtigen Position gehalten werden, bis die knöcherne Heilung abgeschlossen ist. Dafür werden die instabilen Elemente durch ein stabiles Schrauben-Stab-System, das an der Wirbelsäule befestigt wird, in Position gehalten. Dieses Gerüst oder „Fixateur intern“ wird gegebenenfalls kombiniert mit Implantaten, die das Zusammenwachsen der verschobenen Wirbelelemente fördern.

Tumoren der Wirbelsäule

Bei Tumorerkrankungen der Wirbelsäule steht zunächst die Diagnosesicherung durch eine Biopsie im Vordergrund. Im Anschluss erfolgt eine individuelle Therapieempfehlung in einer interdisziplinären Tumorkonferenz, bei der Pathologen, Onkologe, Strahlentherapeuten sowie Ärzte des Wirbelsäulenzentrums gemeinsam die Therapie planen.

Es besteht die Möglichkeit

  • kurativer Operationen, bei denen der Tumor vollständig entfernt wird,
  • palliativer Operationen, bei denen ein Teil des Tumors entfernt wird, z.B. bei drohender Instabilität oder bei Verdrängung des Rückenmarks 
  • oder einer rein stahlentherapeutischen oder chemoherapeutischen Behandlung.

Entzündungen der Wirbelsäule: Spondylodiszitis und Spondylitis

Bei entzündlichen Erkrankungen im Bereich der Wirbelsäule wie Spondylodiszitis oder Spondylitis bietet das Wirbelsäulenzentrum sowohl operative als auch konservative Therapien an. Welche Variante geeignet ist, wird bei jedem Patient individuell entschieden.

Kontakt

Priv.-Doz. Dr. Cornelius Jacobs

Chefarzt

Orthopädie und Unfallchirurgie
Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie


Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnungen:
Spezielle orthopädische Chirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Notfallmedizin

European Spine Course Diploma der Eurospine
Masterzertifikat der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG)

Curriculum Vitae

Peggy Büttner

Sekretariat

Telefon 0 21 71/4 09-5 23 75

Telefax 0 21 71/4 09-5 23 77

E-Mail an die Abteilung

Team

Ralph Hülsemann

Leitender Oberarzt

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnung: Spezielle Orthopädische Chirurgie
Fachkunde Rettungsdienst
Zertifikat Fußchirurgie (D.A.F.), ATLS® Provider
Senior Hauptoperateur im EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung

Dr. Marc Schürings

Oberarzt

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. Anna-Lena Heß

Funktionsoberärztin

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie

Cem Dilan

Oberarzt

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
ATLS® Provider
Senior-Hauptoperateur im EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung

Dr. Mirko Meszelinsky

Oberarzt

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnung: Spezielle Unfallchirurgie
Fachkunde Rettungsdienst, Manuelle Medizin/Chirotherapie, Akupunktur
Zertifikat Fußchirurgie (D.A.F.)

Dr. Tanja Scheufens

Oberärztin

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnung: Notfallmedizin
SEG Notärzte, ATLS® Provider

Dr. Claudia Rodmanis-Blumer

Oberärztin

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnung: Notfallmedizin
Spezielle Unfallchirurgie
Zertifikat Wirbelsäulenchirurgie (DWG), Chirotherapie/Manuelle Medizin
ATLS® Provider
Ärztin im Rettungsdienst

Sandra Klinge

Ärztliche Leiterin

Ambulante Rehabilitation und Physikalische Therapie

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnungen: Sportmedizin, Notfallmedizin, Rehabilitationswesen,
Physikalische Therapie und Balneologie

Weiterbildung

Chirurgie

St. Remigius Krankenhaus Opladen

Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie (Common Trunk)
Umfang 24 Monate
Befugte Ärzte: Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Decking, Dr. med. Dirk Wassenberg

Orthopädie und Unfallchirurgie

St. Remigius Krankenhaus Opladen

Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie
Umfang 24 Monate/48 Monate
Befugte Ärzte: Dr. med. Peter Stolze (24 Monate), Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Decking

Spezielle Orthopädische Chirurgie

St. Remigius Krankenhaus Opladen

Zusatz-Weiterbildung Spezielle Orthopädische Chirurgie
Umfang 36 Monate
Befugter Arzt: Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Decking

Spezielle Unfallchirurgie

St. Remigius Krankenhaus Opladen

Zusatz-Weiterbildung Spezielle Unfallchirurgie
Umfang 36 Monate
Befugter Arzt: Dr. med. Peter Stolze

Physikalische Therapie und Balneologie

Remigius Reha

Zusatz-Weiterbildung Physikalische Therapie und Balneologie
Umfang 12 Monate
Befugte Ärztin: Sandra Klinge

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